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Willkommen auf der Internet-Seite
des Pfarrverbandes
Hosingen-Hoscheid

 

1. August 2010

18. Sonntag

Lesejahr C
Lukas 12,13-21

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>> Ich werde meine Scheunen abreißen und größere bauen, dort werde ich mein ganzes Getreide und Vorräte unterbringen. Dann kann ich zu mir selber sagen: Nun hast du einen großen Vorrat, der für viele Jahre reicht. Ruh dich aus, iss und trink, und freu dich des Lebens! Da sprach Gott zu ihm: Du Narr! Noch in dieser Nacht wird man dein Leben von dir zurückfordern. <<

Parblat

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Eins aber ist not

"Eins aber ist not", heißt es in der Lutherbibel, und weiter: "Maria hat das gute Teil erwählt." Was ist bei uns nötig? Auch am Sonntag das Geschäft zu öffnen, um Umsatz zu steigern und vielleicht Arbeitsplätze zu sichern? Die Kleiderkammer der Gemeinde jeden Tag zu öffnen, um die Benachteiligten zu erreichen? Das Evangelium von Maria und Marta erzeugt Anspannung, vielleicht Ärger. Soll sich im Nichtstun eher die Nähe zu Christus zeigen als in tätiger Nächstenliebe. Es gilt doch wohl ein "Sowohl-als-auch". Doch das Evangelium spitzt zu: Nur eins ist not. "Eins ist not! Ach Herr, dies Eine lehre mich erkennen doch ..." (Evangelisches Gesangbuch 386)

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A
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(
g
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Der Alltag wird zum Abenteuer

Mit dem Zug zum Abendessen nach Paris, mit dem Billigflieger zum Shoppen nach Mailand oder im Internet mit wer-weiß-wem wer-weiß-wo chatten - alles kein Problem! Den Globus bereisen mit leichtem Handgepäck. Die Welt ist ein Dorf!

Alles Augenwischerei. Mag die Welt ein Dorf geworden sein; unser Dorf, sprich die Umgebung, in der wir leben, wird vielen dagegen immer fremder. Weltbürger möchten wir sein, oder doch zumindest Europäer, dabei wäre uns allen schon viel geholfen, wenn es wieder mehr bessere Nachbarn gäbe (natürlich gibt es die - Gott sei es gedankt - noch, doch seien wir ehrlich, auch im ländlichen Bereich werden sie seltener, von Städten ganz zu schweigen).

Mir kommt diese Fernweh-Exotik-Romantik oft wie eine Flucht vor, eine Flucht vor der Banalität, dem Unaufgeregten, dem Alltäglichen, das uns umgibt. Natürlich ist es toll, fremde Länder und Kulturen kennenzulernen; natürlich sind Kontakte via Internet zu Menschen anderer Kontinente aufregend - doch das ist das Besondere und darf uns nicht den Blick verstellen, für den Ort, wo Gott uns hingestellt hat und wo wir eine Aufgabe haben. Leider sind manchmal auch die Kirchen von diesem Besonderheits-Bazillus befallen. Doch ich kann nicht Christ nur auf Kirchen- und Weltjugendtage oder auf dem Jakobsweg sein. Christ bin ich im Alltag, mag er auch noch so grau und dröge erscheinen.

Ich schreibe bewusst erscheinen, denn meiner Ansicht nach gilt das, was Andre Heller in dem Lied "Die wahren Abenteuer sind im Kopf" gesungen hat: "Die wahren Abenteuer sind im Kopf, und sind sie nicht im Kopf, dann sind sie nirgendwo." Jede Fernreise wird banal, wenn ich nicht Fantasie, Glaubensbegeisterung, Enthusiasmus und Freude im Kopf mitnehmen. Und genau mit dieser Fantasie und Begeisterung kann auch jeder Alltag zum Abenteuer werden.

Michael Tillmann

 

 

 

 

 

 

 

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