30. Januar 2005 Lepra-Sonntag
Am 30 Januar ist dieses Jahr der Lepra Sonntag.
Er geht zurück auf eine Initiative des Franzosen Raoul Follereau
(1903-1977), der schon zu Lebzeiten als «Apostel der Leprakranken» bezeichnet wurde.
Auf einer seiner vielen Reisen als Anwalt begegnet er Lepra-Kranken in Afrikas und setzt sich zusammen mit seiner Frau zeitlebens dafür ein, Menschen mit Lepra zu einem würdigeren Leben zu verhelfen. Der
Welt-Lepra-Tag sollte « ein Tag des Gebets, der Solidarität und der weltweiten Mobilisierung der Geister und der Herzen für die Leprakanken » sein.
Im Zentrum Europas sind die Zeiten, in denen unzählige Menschen Opfer dieser Krankheit
(eine Bakterieninfektion der Haut und des Nervensystems) wurden, seit Jahrhunderten vorbei. Für viele Menschen in der sogenannten « Dritten Welt » ist sie jedoch bis heute bittere Wirklichkeit. Fast
fünf Millionen Menschen sind in den ärmeren Länder Asiens ( besonders Indien,
Afrikas und Südamerikas ( vor allem Brasilien) betroffen
Dort findet sich noch immer der Nährboden für die grausame Krankheit: Unterernährung, schlechte Wohnverhältnisse und unzureichende ärztliche Versorgung. Jährlich werden etwa 700.000 Patienten neu entdeckt,
Millionen von ehemaligen Kranken müssen mit verstümmelten Beinen und Füssen leben. Doch bei den körperlichen Folgen bleibt es nicht. Viele Menschen leiden zusätzlich an sozialer Ausgrenzung. Niemand will mit ihnen etwas zu tun haben, weil
sie Lepra hatten.
Sie finden keine Arbeit und verlieren ihren familiären Rückhalt. Lepra ist auch eine schreckliche soziale Krankheit.
Das Leid der Menschen ist unnötig, weil Lepra heilbar ist. Wird die Krankheit rechtzeitig erkannt und behandelt ( eine Kombinationstherapie mit Antibiotika) trägt der Betroffene davon und muss keine Ächtung
befürchten.
aus Te Deum Das Stundengbet im Alltag Janurar 2005 Verlag Katholisches Bibelwerk
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