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Historik der Pfarrei Bastendorf-Tandel

Schutzpatron der Kirche in Bastendorf ist der hl. Gangolf, dessen Fest am 11. Mai gefeiert wird. Der hl. Gangolf ist Patron der Gerber und der Schuhmacher.

Der Legende nach war Gangolf Edelmann am merowingischen Königshof. Als Gangolf von einer Heerfahrt unter Pipin heimkehrte, überführte er seine Frau, Ehebruch mit einem Priester begangen zu haben. Aus Rache wurde Gangolf von dem Priester ermordet.

Wallfahrstorte finden wir in Neudenau (Baden) mit Quellheiligtum ; ebenso in Lauterbach (Elsass).

Der Aberglaube schreibt den Gangolfbrunnen heilkräftige Wirkung zu, unter anderem der zu Cruchten in der Eifel gegen Geschwüre, der in Milseburg gegen Augenleiden und der in Bastendorf gegen Beinleiden

In der Kunst wird der hl. Gangolf als Edelmann oder als Ritter dargestellt. Seien Attribute sind die Lanze, das Schwert, das Schild und der Stab.

Die Filiale TANDEL verehrt ihrerseits den hl. Hubertus, dessen Fest am 3. November gefeiert wird. Der hl. Hubertus ist Patron der Jäger, Drechsler, Giesser, Metzger, Optiker, Kürschner, Mathematiker.

Der hl. Hubertus war vermutlich 655 Bischof von Maastricht-Tongern. Er übertrug den Bischofssitz nach Lüttich und entfaltete seine Missionstätigkeit im Ardennergebiet. Er starb im Jahre 727.

Der Legende nach bekleidete Hubertus das Amt des Oberhofmeisters am Hof Pippins von Herstal. Als Hubertus am Karfreitag einen Hirsch jagte, der zwischen den Enden des Geweihs ein Kreuz trug, entschloss er sich zur Umkehr. Nach dem Tod seiner Frau, im Jahre 655, zog er sich für sieben Jahre in die Waldeinsamkeit der Ardennen zurück. Auf Gebot eines Engels weihte ihn bei einer Romfahrt 702/703 Papst Sergius zum Bischof. Engel brachten Stab und Mitra bei der Bischofsweihe vom Himmel.

Hubertus bekam vom hl. Petrus einen Schlüssel zur Heilung der Tollwut.

Er starb an einer beim Fischfang versehentlich zugefügten Verletzung.

Wallfahrtsort ist St-Hubert-en-Ardennes.

In der Kunst wird der hl. Hubertus oft als Jäger dargestellt. Seine Attribute sind der Hirsch, das Jagdhorn und der Schlüssel.

Während der Bauarbeiten zum neuen Fussballfeld in Bastendorf hat man 1991 die Übereste eines keltischen Tempels ausgegraben. Interessant an dieser Fundstätte ist die Tatsache, dass dieser ursprünglich keltische Tempel von den nachfolgendcen Gallo-Römern übernommen wurde. Als römische Kultstätte wurde der Tempel bis 200 n. Chr. genutzt

Desweiteren haben die Experten des Nationalmuseums 1960 Münzen in Bastendorf gefunden. Die Überreste des Tempels kann man heute nicht mehr besichtigen, aber die Fundgegenstände sind im Nationalmuseum ausgestellt.

Erstmals wurde Bastendorf offiziel Ende des 13. Jahrhunderts erwähnt. Über die Errichtung der ersten Kirche in Bastendorf liegt keine Urkunde vor. Im grossen Visitationsbericht des Jahres 1570 wird die St. Gangolf-Kapelle in Bastendorf zum erstenmal genannt.

Die heutige Pfarrkirche wurde 1948 erbaut.

Während des zweiten Weltkrieges war das Gotteshaus, das übrigens einige Meter vor der jetzigen Kirche stand, zerstört worden.

j.l. 
(Quellenangabe : Letzeburger Sonndesblad)