Pfarrei Brandenburg/Landscheid 1350-2004
Es war im Jahre 1350, als die damalige Pfarrei Landscheid mit den Fiialen Brandenburg, Gralingen, Hoscheid, Merscheid, Nachtmanderscheid und Weiler unter dem Pfarrer Nikolaus von Brandenburg erstmals als Pfarrei Brandenburg
genannt wurde.
Die frühere Pfarrei Landscheid war als grössere Pfarrei bekannt und könnte schon um das Jahr 969 bestanden haben,als Lothringen in zwei Herzogtümer, Ober – und Unterlothringen aufgeteilt wurde. Passt doch auch der Name
Landscheid in die grosse Reihe der Ortschaften, die mit der Silbe « scheid » zu beiden Seiten der damaligen Grenze der beiden Herzogtümer Ober- und Unterlothringen angesiedelt waren.
Die damalige Kirche in Landscheid war dem hl.Petrus geweiht. Die wahre Ursache der Verlegung des Hauptpfarrortes von Landscheid nach Brandenburg ist nicht bekanbnt, es sei denn, dass der kürzere Weg von der « Brandenburg »
zum Gotteshaus nach Brandenburg den Auschlag gab, war doch der Weg zur Kirche nach Landscheid weitaus beschwerlicher !
Landscheid war in früheren Zeiten ein beliebter Wallfahrtsorrt , wurde doch der hl.Valentin als Schutpatron sehr verehrt, viele Pilger fanden sich am 14.Februar in Landscheid zur Feier ein, das Kirchweihfest »Kreuzauffindung » wird
im Sepember gefeiert. So wird die jetzige Kapelle in Landscheid auch Heiligkreuzkapelle genannt.
Brandenburg entwickelte sich zu einer bedeutenden Pfarrei, wie wir in einem Visitationsbericht von 1570 lesen. Zu Brandenburg gehören : Landscheid,Weiler,Merscheid,Schlindermanderscheid,Hoscheid, Gralingen,Nachtmanderscheid,Ober- und
Unterschlinder.
Die Pfarrei Brandenburg gehörte damals zum Dekanat Mersch, sogar einer der Pfarrer, Philipp Garians, war gleichzeitig Dechant (1675-1706. Die Pfarrhauptkirche, die ursprünglich den hl. Petrus als Schutpatron hatte, ist nun den
Heiligen Peter und Paul geweiht.
Im Jahre 1804, bei der Neuaufteilung der Pfarreien unter Napolean trennt sich Schlindermanderscheid von der Pfarrei Brandenburg, vier Jahre später dann folgen Gralingen,Nachtmanderscheid,Merscheid und Weiler, so entstand eine neue
Pfarrei mit dem Pfarrhauptort Merscheid. Im selben Jahre trennt sich auch Hoscheid von der Pfarrei Brandenburg, es verblieben die Filiale Landscheid mit den umliegendnen Gehöften : Ronnenbusch,Hoscheiderhof,Froenerhof, Fischbacherhof,
Enteschbach, Closdelt (seit 1841) und Kippenhof,seit 1818.
(aus dem Jubiläumsfaltblatt 650 Jar Par Branebuurg/Laaschent –j.blum)
So konnte die Pfarrei Brandenburg im Jahre 2005 mit einem reichhaltigen pastoral-kulturellen Programm ihr 650jähriges Bestehen feiern.
Landscheid
Kirchweihfest
Kreuzerhöhung
Historische Wurzeln
Helena, Mutter Kaisers Konstantins, reiste 326 nach Jerusalem, um dort nach Spuren Jesu zu suchen. Unter einem Aphrodite-Tempel wurden Gräber gefunden, von denen eines als das Heilige Grab « identifiziert » wurde. In der Nähe des
Grabes konnten Kreuze gefunden werden, die offensichtlich ein beträchtiges Alter hatten. Laut Legende waren es drei Kreuze. Bei der Identifizierung des Kreuzes Christi soll ein Wunder geholfen haben : eine sterbenskranke Frau
wurde herbeigetragen, um sie auf die Kreuze zu legen. Als sie das Kreuz Christi berührte, habe sie sich aufgerichtet und war geheilt. An der Stelle des Grabes liess Kaiser Konstantin die Grabeskirche erbauen, die am 13. September
335 eingeweiht wurde. Einen Tag später, am 14.September, wurde das Kreuz dem Volk zum ersten Mal zur Verehrung gezeigt.
(aus dem Parbréif vum Parverband Kiischpelt)
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