1815 – 1843 Auf dem Weg zur eigenen Pfarrei
Jos Müller
Zu Beginn des neunzehnten Jahrhunderts erlebte Rodershausen friedliche und ruhige Jahre. Bekanntlich wurde 1815 bei der Neubestimmung der Landesgrenzen durch den Wiener Kongreß die Our zur neuen Grenze zwischen dem Herzogtum
Luxemburg und Preußen erklärt. Dies bedingte natürlich die Lostrennung unseres Dorfes von der Pfarrei Dasburg und den endgültigen Anschluß an Hosingen. Ansonsten gibt es keine nennenswerten Ereignisse im Dorfgeschehen während der
ersten Jahrzehnte.
Erst nachdem die Feier zur Unabhängigkeitserklärung 1839 verklungen war, begann sich auch im Geschick unseres Heimatortes einiges zu ändern, besonders im Bezug auf unser Pfarrwesen.
Bekanntlich gehörte Rodershausen seit jeher, mit Ausnahme einiger Jahre unter der Herrschaft Napoléons, zur Pfarrei Hosingen. Doch 1843 sollte endlich die lang ersehnte Erhebung zur eigenen Pfarrei erfolgen. Leicht kann man sich die
Freude unserer Vorfahren vorstellen, mit der sie diese Ernennung begrüßten. Vorbei war es nun mit den Beschwernissen und Mühen, unter denen sie bisher ihren religiösen Pflichten nachkommen mußten. Denn nicht nur im Winter bei hohem
Schnee war die Bewältigung des steilen und beschwerlichen, anderthalb Stunden langen Weges über den »Huserbierg« nach Hosingen hinauf eine Qual gewesen.
Bevor Rodershausen jedoch selbständig werden konnte, waren noch einige Bedingungen zu erfüllen. Dazu gehörte das Anlegen eines Friedhofes und die Erbauung eines Pfarrhauses.
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